Kommunalwahl in Bayern
Über neun Millionen Wahlberechtigte entscheiden in Bayern am 2. März über Zehntausende Mandate in 71 Landkreisen, 25 kreisfreien Städten und 2.031 kreisangehörigen Gemeinden. Derzeit stellt die CSU 45 von 71 Landräten, die SPD 12 und die Freien Wähler 14. Neun Landräte wurden während der letzten fünf Jahre außerhalb der regulären Wahltermine gekürt, deshalb stellen sich heuer nur 62 dem Votum der Wähler. Aus demselben Grund stehen in acht kreisfreien Städten keine Oberbürgermeister zur Wahl.
Freie Wähler im Stimmungshoch
Die Freien Wähler, kommunal eh gut vertreten, könnten als traditionell bürgerliche Konkurrenz vor allem die CSU Stimmen kosten – seit der Stoiber-Krise geht es für die Freien bergauf. Schon 2002 landeten die Freien Wähler mit 15,6 Prozent auf Platz 3 – und stellen damit rund 500 Bürgermeister im Land. Die CSU hatte vor fünf Jahren 45,5 Prozent und ein Plus von 2,4 Prozent erreicht, die SPD kam nach leichten Verlusten auf 25,1 Prozent.
Wahlergebnisse Kommunalwahlen Bayern
1946 lag die Wahlbeteiligung bei 77,2%, stieg dann zwei Jahre später auf 84,9% an, verlor dann aber kontinuierlich auf zuletzt schwache 63,2%
Die CSU startete 1946 mit übermächtigen 60,6% stürzte bereits 2 Jahre später auf 38,4% ab. 1952 konnte die CSU sogar nur noch 26,9% der Stimmen auf sich vereinen. Dann ging es aber stetig berauf, 1978 wurde dann mit 53% wieder ein sehr starkes Ergebnis erreicht. Bis 1990 ging es dann bis auf 41,9% runter, 1996 (43,1%) und 2002 (45,5%) konnte die CSU wieder zulegen.
Die SPD startete 1946 mit 28%, verzeichnete bis zum Jahr 1972 einen stetigen Anstieg bis auf 36,8%. Ab da ging es aber ebenso konsequent nach unten bis auf zuletzt (2002) 25,1%.
Die FDP versucht sich seit dem Jahr 1946 (mit 2,3%) eher weniger erfolgreich am Projekt „Kommunalwahlen in Bayern“. Nur im Jahr 1948 lag die FDP über 5% (5,1%), danach lag die FDP meist konstant um die 2% herum, mit dem Tiefschlag im Jahr 1996 mit einem Ergebnis von 1,6%.
Die Grünen nehmen seit 1984 an Kommunalwahlen in Bayern teil, starteten mit 3,6% legten zeitweise auf 6,9% zu und landeten im Jahr 2002 bei 5,7%.
Die sonstigen Parteien und Gruppierungen gibt es auch schon seit 1946. Nach anfangs 9,1%, legten die „Sonstigen“ los wie die Feuerwehr und erzielten bereits zwei Jahre später ein Ergebnis von 33,2%. Die Stimmen konnten im Jahr 1952 bis auf 44,8% ausgebaut werden, die „Sonstigen“ erhielten den größten Zuspruch. Von da ab legten die beiden großen Parteien aber wieder zu und die „Sonstigen“ verloren immer weiter und pendelten sich Mitte der 70er Jahre um die 15% ein, steigerten bei den letzten 3 Wahlen auf über 20% (in 2002: 21,7%). Alleine die Freien Wähler holten im Jahr 2002 15,6% (s.o.) der 21,7%.
Verfasst von -Zap- 




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